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ch gebe zu, das ist ein
ganz heikles Thema. Aber es ist sehr, sehr wichtig!

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Vor einiger Zeit hatte ich wieder mal ein Gespräch das mich zu tiefst schockiert hat! Eine Bekannte hat mir erzählt, dass ihre Tochter einem sexuellen Übergriff ausgesetzt war. Ich kenne keine Einzelheiten. Unsere Töchter sind gleich alt, da geht einem als Mutter schon ein Film durch den Kopf! Sie ist nicht die Erste in meinem Umfeld die mir von sexuellen Missbrauch erzählt hat. Schon einmal hat mir eine junge Frau erzählt, dass ihr Nachhilfelehrer sie zum Sex gezwungen hat. Natürlich nicht sofort. Erst hat er sich selbst in den Schritt gefasst, das nächste Mal sein Geschlechtsteil gezeigt, dann ihr in den Schritt gefasst, sie darum gebeten ihn anzufassen und so weiter. Bis er sie zu allem benutzt und missbraucht hat. Schlussendlich ging es ziemlich lange bis sie sich getraut hat, sich ihren Eltern zu öffnen. Leider wurde ihr nicht geglaubt. Ihre Familie ist daran zerbrochen!

Wir warnen unsere Kinder tagtäglich vor so vielen Dingen. „Pass auf, wenn du die Straße überquerst!“ „Sprich nicht mit Fremden!“ „Gehe nicht mit Fremden mit!“ oder auch „Sei vorsichtig beim Klettern!“ usw.

Wovor wir uns aber drücken ist: „Dein Körper gehört dir! Niemand darf dich anfassen oder angrabschen! UND auch du sollst niemanden anfassen!“ Zum Beispiel wenn der Täter befriedigt werden will. Das möchte sich niemand vorstellen!

Wieso wollen wir mit unseren Kinder nicht darüber sprechen? Wenn wir unseren Kinder erklären können, dass ein Auto, wenn der Autofahrer das Kind übersieht, es töten kann, warum dann auch nicht sagen, dass es Erwachsene gibt die Sex mit Kindern wollen? Ich gebe zu, das ist kein schönes Thema und man sollte wirklich sehr behutsam mit dem Kind sprechen und die Grenzen akzeptieren. Wenn dein Kind zumacht, hör auf darüber zu sprechen!!! Greife das Gespräch zu einem späteren Zeitpunkt erneut auf, indem du zum Beispiel fragst ob es noch Fragen hat.

Es wird irgendwann eine Situation geben in der dein Kind dich etwas fragt oder ihr auf ein Thema kommt, das dir die Möglichkeit gibt über sexuelle Übergriffe zu sprechen. Wenn sie recht klein sind, kann es schon genug sein zu sagen, dass „da unten niemand was zu suchen“ hat! Vielleicht sollte ich vorwegnehmen, dass unsere Kinder recht früh aufgeklärt waren. Sie wissen also beide woher die Babys kommen. Wie sie gezeugt und geboren werden. Aber die Kinder werden älter, so kann zum Beispiel durch die Medien ein Fall von Kindesentführung (kommt ja leider vor) Anlass sein, darüber zu sprechen weshalb ein Kind entführt werden könnte. Bei uns war es ein Hörbuch, „Rico, Oskar und die Tieferschatten“. Unsere Tochter hat uns gefragt, ob manchmal wirklich Kinder entführt werden, um Geld zu erpressen. Meine Antwort war: „Ja, aber nicht nur um Geld zu erpressen.“ Somit waren wir schon im Thema, denn sie hat gefragt welche Gründe es noch gibt …

Bei unserem Sohn ging es über seine dauernden Verspätungen auf dem Weg von der Schule nach Hause. Er meinte, na wenn mich einer mitnimmt dann soll er doch. Wenn er mich umbringt, was soll’s. Schock!!! Damit hatte ich nicht gerechnet. Meine Antwort war, dass es schlimmeres gibt als entführt und umgebracht zu werden. (damals war Peggy wieder ein Thema in der Presse, weil man glaubte ihre Überreste gefunden zu haben, deshalb der Spruch)

Einige Zeit später hat er gefragt, was es schlimmeres als den Tod gäbe. Ich habe es ihm erklärt, in mehreren Gesprächen. Quasi Häppchenweise.

Wichtig ist auch zu wissen, dass viele sexuelle Übergriffe nicht von Fremden verübt werden. Der Täter oder auch die Täterin, ist dem Kind meistens bekannt! „Nur“ 25-35 % der Täter sind Fremde, der Rest sind Bekannte und leider auch Familie. Deshalb solltest du deinen Kindern unbedingt sagen, dass auch ihm bekannte Menschen in Frage kommen! Und kläre dein Kind über die perfide Vorgehensweise, mit der die Kinder klein gemacht werden, auf. Ihnen wird eingeredet, dass man Ihnen nicht glauben würde wenn sie einen Vorfall erzählen. Oder sie werden bedroht. „Wenn du deinen Eltern etwas sagst, dann töte ich sie oder dich.“ Es ist aus Prinzip wichtig, dass dein Kind weiß, dass du ihm immer glaubst! Immer! IMMER!!!

Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen, wenn du noch Fragen oder Anregungen hast, schreib mir einen Kommentar.

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