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ir fuhren ins Krankenhaus.

der hier weiter geht

Unsere Tochter war inzwischen wach, trotzdem trug ich sie über den Parkplatz und durchs Krankenhaus.

Im Zimmer angekommen, rannten beide Kinder auf ihn zu! Unser Sohn nahm seinen Papa fest in die Arme. Unsere Tochter kletterte auf ihm rum oder wollte auf dem Boden spielen. Das war uns zu heikel, sowohl wegen dem frisch operierten Knie, als auch wegen den Keimen auf dem Boden. Deshalb verließen wir das Krankenhaus recht schnell wieder.

Ich fuhr die Kinder zu meinen Schwiegereltern und dann zurück in die Klinik. Wir unterhielten uns lange. Ich fragte wieso einer seiner Schuhe noch im Auto lag, er erklärt mir, dass das Auto angefangen hatte zu brennen und er von den Ersthelfern rausgezogen wurde. Dabei hatte er einen Schuh verloren. Wir unterhalten uns über das Haus, für das bereits der Notartermin steht! Die Anrufe die ich am Morgen getätigt habe, dem Anwalt, die Polizisten und einiges mehr…

Plötzlich hört er auf zu sprechen. Tränen steigen in ihm auf… „Wieso ich?“ fragt er. Ich weiß es nicht, ich weiß auch nicht was ich sagen soll. Lasse ihn reden, aber antworte nicht.

Als er fertig ist, erzähle ich stattdessen vom Auto. Ich habe Bilder gemacht, will sie ihm aber nicht zeigen. Ich fordere ihn auf dankbar zu sein, dankbar noch am Leben zu sein, dankbar sein Bein noch zu haben, dankbar das es „nur“ sein Knie war, dankbar…, einfach nur dankbar.

Deutlich später wir uns diese Situation einholen! Seine Verzweiflung, Resignation, seinen Schmerz, ich wische alles vom Tisch! Und werfe das Deckmäntelchen der Dankbarkeit darüber. In dem Moment erschien es mir richtig. Sogar wichtig.

In den Tagen danach bin ich ständig unterwegs. Ich pendelte zwischen dem Krankenhaus, Zuhause und meinen Schwiegereltern hin und her. Die Kinder durften ihren Papa täglich besuchen, aber meist nur kurz. Danach sind sie bei meinen Schwiegereltern. Ich fahre zurück zu meinem Mann um bei den Gesprächen mit den Ärzten und dem Mitarbeiter der Berufsgenossenschaft dabei zu sein.

Aber ich habe das Gefühlt, dass meine Schwiegereltern, mit unseren Kindern überfordert waren. Beide sind um die siebzig und unsere Kinder sind quirlig. Da ich ohnehin täglich zwischen unserer Wohnung und der Klinik hin und her fahre, weil ich ständig zuhause noch etwas holen muss, beschließe ich wieder zuhause zu schlafen. An meinem Geburtstagmorgen werde ich von meinen Schwiegereltern mit Blumen und einem Frühstück erwartet. Alles sehr liebevoll hergerichtet! Ich freue mich sehr darüber, aber ich will unsere Beziehung nicht weiter belasten und packte unsere Sachen zusammen.

Mein Mann blieb insgesamt 10 Tage in der Klinik. Und damit die Nachsorge besser durchgeführt werden konnte, blieb er im Anschluss noch einige Tage bei seinen Eltern. In der Zwischenzeit waren die Kindergartenferien zu Ende und unser Sohn war bereits wieder im Kindergarten. Unsere Tochter wurde eingewöhnt, denn sie hatte einen Platz in der Gruppe für die unter 3-jährigen bekommen. Kurz vor den Sommerferien hatte mich die Leiterin des Kindergartens, um ein Gespräch gebeten. Eine Familie war weg gezogen, so war unsere Tochter in der Liste hochgerutscht und hatte Anspruch für den Platz. Deutlich früher als erwartet! Und ein großes Glück für uns!

Parallel liefen Termine im/für das „neuen Haus“ und Banktermine. Alles zog sich so in die Länge, dass mein Mann bereits Krankengeld bekam. Die Finanzierung, der Notartermin, der Traum vom eigenen Haus, alles zerplatzte wie eine Seifenblase!

Unser gesamtes Leben stand Kopf, alle (Lebens)Pläne und Ideen und Träume waren über den Haufen geworfen. Wir mussten uns neu sortieren… Zusätzlich war wurden die Fortschritte die mein Mann machte immer kleiner. 2012 plätscherte vor sich her, alles kostet Kraft, alles war undurchsichtig…. Aber wir waren überzeugt, dass alles gut werden würde!

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